Wenn es Micki Krause nach einer Runde Marathon zu langweilig geworden wäre, dann hätte er ja noch mal auf einen Sprung beim Breitensport Burgsteinfurt rein schauen sollen. Ob er sich vom 3 Meter hohen Kasten wohl getraut hätte an ein schwingendes Trapez zu springen? Die Gruppenhelfer des BSB haben sich getraut, auch wenn es Überwindung gekostet hat.
Speziell und nur für die jugendlichen sonst im Verein ehrenamtlich tätigen Gruppenhelfer veranstaltete der BSB am vergangenem Samstag "E-A-T", eine extra konzipierte Gruppenhelferschulung, die den Teilnehmern erste Einblicke in die Welt des Erlebnis- und Abenteuersports bot sowie eine kurze Einführung in den Tennisssport beinhaltete.
Dafür hatten speziell geschulte Übungsleiter ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt und unter anderen einen Parcours mit zum Teil spektakulären Attraktionen aus dem sog. "A&E-Sport" in der Sporthalle am Arnoldinum aufgebaut. Am Liebsten hätten die Teilnehmer auch gleich damit begonnen die verschiedenen Gerätschaften auszuprobieren, aber es ging zunächst darum die verschiedenen Sicherungstechniken zu erlernen, gewisse Prinzipien und Chancen der etwas anderen Sportart zu begreifen. Sich selber und den Partner immer wieder zu kontrollieren, Mut zu beweisen und zu lernen sich aufeinander verlassen können .
Da alles das aber nicht in einer großen Gruppe zu erlernen war, wurden die Teilnehmer aufgeteilt. So fuhr eine Hälfte erst einmal parallel in die Tennishalle. Dort hatten einige Mitglieder des Tennisklub Grün Weiß jede Menge Schläger parat gestellt um den BSBlern den Umgang mit dem gelben Filzball zu zeigen. Für die meisten war es das erste Mal, und viele wunderten sich wie viel Gefühl für diese Sportart von Nöten ist. "Im Fernsehen sieht das leichter aus", war hinterher zu hören. Aber auch "Super" und "das wollen wir mal wieder machen" sagten die Jugendlichen nach zweieinhalb Stunden intensiven Trainings. Dann wechselten die Gruppen, sodass alle Teilnehmer die Möglichkeit hatten, bei beiden Sportarten ihren sportlichen Horizont zu erweitern.
Nach einer gemeinsamen Pizza-Pause, wurde abends das bereits vorher im Workshop erlernte Basiswissen des A&E-Sports weiter geübt und ausprobiert, denn "nur so haben die Jugendlichen die Chance ihr Wissen zu festigen", erklärte Anne Schulte, BSB-Urgestein und mittlerweile erfahrende Kletterlehrerin in der Schweiz, die Situation. Übung macht nun mal den Meister! Insofern kam natürlich der Spaß auch nicht zu kurz, da alle Jugendlichen sehr schnell eine gewisse Routine beim Klettern, Sichern, Springen und Seiltanzen entwickelten.
Um neun Uhr Abends mussten die letzten Teilnehmer dann regelrecht aus der Halle geschuppst werden, damit die Übungsleiter beim Abbauen die Ruhe genießen konnten, denn "so ein Tag der haut schon rein. Man muss die ganze Zeit höchst konzentriert arbeiten, denn jeder noch so kleine Fehler kann sehr fatale Folgen nach sich ziehen. Da ist man anschließend schon sehr geschafft", beschrieb Benno Schumacher, Abenteuer- und Erlebnissportler, seinen Gemütszustand. "Aber es ist toll zu sehen, wie begeistert die Jugendlichen sich der Sache angenommen haben und wie schnell schon erste Fortschritte erkennbar wurden." Noch einmal das Ganze, da waren sich alle einig, will man es machen! Damit sich das Erlernte in den Köpfen der Jugendlichen auch richtig festsetzt. Vielleicht ja schon im Herbst :)
eingetragen am 22.03.2009 21:31:00 von Jens Kösters